Bestellservice im Ömmesönz-Laden

Mit dem Bestell- und Lieferservice machen die Mitarbeiterinnen einen kleinen Schritt in Richtung Normaliltät.
Von Irmgard Röhseler

Ab sofort bietet auch der Ömmesönz-Laden am Langwahn in Eschweiler einen Bestell- und Lieferservice an. Voller Elan und Vorfreude haben sich Tanja Willms, Nicole Parthey und Maysoun Hamad am Dienstag ans Werk gemacht, um all die gut erhaltenen Gebrauchsgegenstände, Spielsachen, Bücher, CDs und weiteren Artikel im Schaufenster zu platzieren und mit Nummern zu versehen. „Seit der Schließung haben sich einige Menschen die Nase am Fenster plattgedrückt. Nun können sie sich die benötigten Sachen zurücklegen lassen und sie dann zu einem vereinbarten Termin abholen“, freuen sich die drei Frauen.
„Es dürfen, wie auch sonst üblich, maximal drei Gegenstände reserviert werden“, erklärt Tanja Willms, die bei der Arbeiterwohlfahrt für die Organisation der Ehrenamtler zuständig ist.
Die Bestellungen nimmt Nicole Parthey entgegen. Sie organisiert als Ehrenamtlerin das Repair-Café des Ömmesönz-Ladens. Die Abfallberaterin und Biologin ist montags bis donnerstags, jeweils von 9 bis 14 Uhr, und freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 02403/8766348 zu erreichen. Bei der telefonischen Kontaktaufnahme wird dann auch ein Abholtermin vereinbart, damit es bei der Übergabe gemäß der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln nicht zu einem Zusammentreffen von zu vielen Menschen kommt.

  • „Da ja auch die Kleiderkammer und das Möbellager
    der Arbeiterwohlfahrt während des Lockdowns
    geschlossen sind, haben wir nun dort ebenfalls
    einen Online-Shop eingerichtet.“
    Tanja Willms, Mitarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt

„Ich vermisse die Arbeit sehr“
 Maysoun Hamad ist seit der Eröffnung im Ömmesönz-Laden ehrenamtlich tätig. Die gebürtige Jordanierin ist überglücklich, dass sie endlich wieder eine Aufgabe hat und zumindest wieder ein wenig Zeit in ihrem geliebten Laden verbringen kann. „Meine Kinder sind groß, und ich habe viel Zeit. Ich vermisse die Arbeit hier sehr“, versichert sie. Und sie ergänzt strahlend: „Ich mag die Sozialarbeit und die Zusammenarbeit mit meinem Team. Außerdem kann ich hier meine deutsche Sprache verbessern.“.

„Maysoun ist für uns unentbehrlich“, lobt derweil Tanja Willms die engagierte Mitarbeit ihrer Kollegin. „Außerdem spricht sie drei Sprachen und kann sich gut mit ausländischen Mitbürgern, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, verständigen.“

Die Jordanierin gehört aber nicht nur zu dem hervorragenden sechsköpfigen Team, das zu unterschiedlichen Zeiten den Ömmesönz-Laden „schmeißt“. „Sie ist vielmehr auch – in normalen Zeiten – täglich in unserem Awo-Möbellager im Einsatz“, sagt Willms. Und weiter: „Da ja auch die Kleiderkammer und das Möbellager der Arbeiterwohlfahrt während des Lockdowns geschlossen sind, haben wir nun dort ebenfalls einen Online-Shop eingerichtet. Unter www.awo-aachen-land.de/moebellager-shop/ kann man die Möbel anschauen und reservieren lassen. So können wir auch gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit, den bedürftigen Menschen helfen.“

Eschweiler Zeitung, 20.01.2020