Spielerisch lernen, immer mehr Müll zu vermeiden

Arbeiterwohlfahrt zeigt in Zusammenarbeit mit Naturfreunden Kindergartenkindern,
wie die Welt ein Stück sauberer wird.

Eschweiler-Dürwiß Abfall vermeiden, nur wie? Bei den Fluten an Verpackungen häuft sich im Alltag Einiges an Abfall an. Die Kinder des Dürwißer Familienzentrums
„Der kleine Prinz“ der Arbeiterwohlfahrt, kurz Awo, lernten spielerisch, wie man die Mengen an Abfall reduziert, richtig trennt oder auch weiterverwertet. In Kooperation mit den Naturfreunden des Bezirks Nordeifel veranstaltete das Familienzentrum aber nicht nur für Kinder, sondern auch für ihre Eltern und Geschwister die Aktion zur Abfall-vermeidung gemäß der Devise „Natur schafft Wissen“.

Doch den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sind die Kinder der Dürwißer Einrichtung schon gewöhnt, erklärt Leiterin Antje Würsig. Von dieser guten Vorbildung überzeugte sich bei der Aktion ebenso Bruno Barth, Vorsitzender der Naturfreunde. „Eindrucksvoll“ haben die Kinder gezeigt, was sie bei der Trennung von Müll schon drauf haben, stellte Barth fest. Würsig und Barth stehen für die
Zusammenarbeit zwischen der Awo und den Naturfreunden; der Aktionstag in Dürwiß war nicht der Erste seiner Art. In den vergangenen zwei Jahren erprobte man das spielerische Lernen bereits in zwei der elf Kindertagesstätten der Awo im Altkreis Aachen, in Alsdorf und Kohlscheid, und verbindet, was zusammen gehört. Nicht nur die sozialdemokratische Herkunft haben die Institutionen gemein, auch beim Thema Nachhaltigkeit zeigen sich zwischen der Awo und den Naturfreunden Schnittmengen,
denn beide setzen sich für einen ökologischen Umgang mit unserer Umwelt ein. Die Awo, die diesen auch in ihren Leitsätzen verankert hat, zeichnete sich durch das Familienzentrum federführend verantwortlich für den Tag zur Abfallvermeidung.

Die Umsetzung der spielerischen Aktionen mit den rund 60 Kindern überließen die Naturfreunde somit der Dürwißer Einrichtung. Die seit 1999 bestehende Kindertagesstätte, die seit 2009 als Familienzentrum und seit 2015 als Bewegungskindergarten arbeitet, betreut Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren. Dort tauschten die Kinder Plastiktüten gegen Stofftaschen und bemalten
diese kreativ. Die korrekte Mülltrennung wurde gelernt und stellte sich als Herausforderung heraus, da nicht jede Verpackung gleich in den gelben Sack gehört. Ein drittes Projekt war die Weiterverwertung von Altpapier. Papier ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, dennoch lernten die Kinder den sorgsamen Umgang, indem mit dem ausgedienten Material Pappmaschee und damit dann kunstvolle
Figuren angefertigt wurden.

Das Fazit der Aktion fiel auf beiden Seiten positiv aus. Die Erwachsenen, die Eltern wie auch die verantwortlichen Organisatoren von der Awo und den Naturfreunden, waren zufrieden. Aber ebenso die Kinder hatten Spaß und lernten spielerisch die Abfallvermeidung, die sie nun in ihre Familien
weitertragen können. (mah)
Quelle: Eschweiler Zeitung 17.09.18